Politische Lösung für Syrien gefordert

Rosangela Jarjour, Generalsekretärin der Gemeinschaft evangelischer Kirchen im Nahen Osten, ruft evangelische Kirchen in Europa zur Hilfe auf.

Einen Appell zur Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Nahen Osten hat Rosangela Jarjour an die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 8. Vollversammlung der Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) in Basel gerichtet. Die Generalsekretärin der Fellowship of Middle East Evangelical Churches (FMEEC) bezeichnete die Lage im Irak und in Syrien als katastrophal. „Wir als Kirchen Christi müssen in diesen zwei Ländern die Stimme für den Frieden erheben, für die sofortige Einstellung sämtlicher Kriegshandlungen und für den Beginn einer politischen Lösung in Syrien“, betonte sie am Samstag, 15. September, im Basler Münster.

Jarjour forderte die Kirchen der GEKE auf, humanitäre Hilfe für das körperliche, soziale und psychische Wohlergehen des syrischen und irakischen Volkes zu leisten sowie die christlichen Kirchen und Gemeinden vor Ort zu unterstützen. Am größten sei die Not in Syrien, so die Generalsekretärin. Sie beklagte den Tod von Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder, bei Angriffen, und die Behinderung der Arbeit von Kirchen und ihren Schulen im Kurdengebiet im Nordosten Syriens.

Besonders beklagte Jarjour, dass im Gegensatz zum Irak die Kirchen in Syrien nur wenig Unterstützung erhielten. „Die meisten internationalen Partner stellten ihre Hilfe während des Krieges ein“, erläuterte sie. Sie führte dies nicht zuletzt auf die politischen Verwicklungen zurück. „In Syrien führt die ganze Welt Krieg“, betonte sie. Selbst für große Hilfswerke sei es schwierig, sich im Land zu engagieren.

Jarjour würdigte die Hilfe des Schweizer Evangelischen Kirchenbundes für Kinder in Syrien. Auf Antrag des SEK wird die Vollversammlung eine Erklärung zur Lage im Irak und in Syrien formulieren. „Wir dürfen nicht schweigen zum Leiden“, hieß es. Die Gefahr bestehe, dass der Konflikt in Vergessenheit gerate.

Die FMEEC wurde 2007 gegründet. Die Gemeinschaft umfasst inzwischen 17 Mitglieder vom Iran, Irak, über Syrien, Libanon, Jordanien und Kuwait bis in Nordafrika und im Sudan.

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